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HDD vs SSD

SSD vs. HDD – warum der Umstieg lohnt

Festplatte (HDD) oder SSD (Solid-State-Drive)? Vor der Neuanschaffung oder Aufrüstung eines Computers stellt sich bei vielen die Frage nach dem passenden Speichermedium. Doch welche Unterschiede bestehen zwischen diesen beiden Speicherformen und gibt es noch weitere Alternativen? Festplatten und SSDs sind derzeit die internen Standard-Speichermedien von Computern. Die Kernaufgabe dieser Komponenten ist es, möglichst viele Daten und Informationen sicher aufzubewahren und bei Abfrage dem Nutzer wieder schnell zur Verfügung zu stellen. Zu den wichtigen Unterscheidungsmerkmalen dieser zwei Speichermedien zählen unter anderem die Kapazität des Speichers, die genutzte Schnittstelle, sowie die Geschwindigkeit und der Formfaktor. Wie genau sich diese beiden Speichermedien unterscheiden und worin ihre Stärken und Schwächen liegen, soll nachfolgend geklärt werden, damit du deinen Bedürfnissen entsprechend die richtige Festplatte oder SSD wählen kannst.

Welche Kaufkriterien spielen eine Rolle?

Steht der Kauf einer SSD oder HDD bevor, solltest du dir im Vorhinein ein paar Gedanken machen. Wie wirst du dein zukünftiges Speichermedium einsetzen? Welche Dateien nutzt du vorwiegend? Ist dir ein besonders schneller Betrieb wichtig? Zusätzlich solltest du bedenken, dass die Preise durch die aktuelle Speicherkrise teils stark schwanken und sich eine genaue Marktbeobachtung vor dem Kauf lohnen kann. Die nachfolgenden Kriterien spielen beim Kauf einer SSD oder HDD eine Rolle:

  • Schnittstellen
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Formfaktor
  • Geschwindigkeit
  • Speicherkapazität
  • Stromverbrauch
  • Geräuschentwicklung
  • Lebensdauer und Ausfallsicherheit

Wo werden HDDs eingesetzt?

Die altbewährte, magnetische Festplatte kann bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken. Bereits 1956 wurde das erste Modell dieser Art von IBM vorgestellt. Die IBM 350 hatte damals eine Kapazität von gerade einmal 5 Megabyte (MB) und wog mit ihren 50 Magnetscheiben (je 61 Zentimeter Durchmesser) fast eine Tonne. Auf eine derartige Festplatte würde heutzutage gerade einmal noch ein hochauflösendes Foto passen. Die heutigen HDDs können mehrere Terabyte (1 TB= 1.000.000 MB) fassen. Diese Festplatten wurden über Jahrzehnte hinweg in allen Computern genutzt und sind heutzutage immer noch am weitesten verbreitet. Sie kommt im heimischen Desktop PC sowie in professionellen Rechenzentren zum Einsatz. Zu den führenden Herstellern von Festplatten für Consumer-Systeme zählen Seagate, IBM, Western Digital, Hitachi und Toshiba.

Welche Eigenschaften bringt eine Festplatte mit?

Dieses Speichermedium funktioniert magnetisch. Die Daten werden hierbei auf rotierende Magnetscheiben geschrieben. Dies geschieht mit Hilfe des Schreibkopfs, der berührungslos die Daten auf die Scheibe überträgt. Diese Schreibvorgänge machen sich mit einem mehr oder minder ausgeprägten „Knattern“ bemerkbar. Die heutige Technologie verringert diese Geräusche stark, meistens sind sie aber dennoch hörbar.

Was sind die Vorteile einer HDD?

Die gute alte Festplatte ist zu Recht bis heute noch omnipräsent und in vielen Computersystemen zu finden. Sie bietet folgende Vorzüge:

Günstigerer Preis

Das magnetische Speichermedium bietet bis heute das beste Verhältnis aus Speicherplatz und Preis. Durch die aktuelle Speicherkrise können jedoch zeitweise auch bei klassischen Festplatten deutliche Preissprünge auftreten, wodurch sich das Preisgefälle zur SSD phasenweise verringern kann. Wenn du sehr viel Speicherplatz benötigst, fährst du mit einer HDD eventuell besser, denn die Vorzüge der SSD stehen ihren Kosten gegenüber. Daher sind die HDDs noch sehr weit verbreitet, obgleich hier schon länger der Trend zu erkennen ist, dass sich die Kosten von SSDs und HDDs immer mehr angleichen. Gerade in Servern werden aber häufig immer noch vorzugsweise HDDs verwendet. Solltest du mehr Speicherplatz als 4 Terabyte benötigen, kann sich der Kauf einer HDD im wahrsten Sinne des Wortes auszahlen.

Mehr Schreibvorgänge

Wenn sehr oft riesige Datenmengen geschrieben werden müssen, kann sich die HDD als bessere Wahl erweisen. Denn bei SSDs sinkt die Lebensdauer mit der Anzahl der Schreibvorgänge. Deren Flash-Speicherzellen nutzen sich nämlich mit der Zeit ab. Die kontinuierlich wachsende Datenflut bereitet SSDs in dieser Hinsicht also größere Probleme.

Vollständiges Löschen gestaltet sich einfacher

Die Daten von SSDs lassen sich häufig nicht vollständig aus den Speicherzellen entfernen. Durch diesen Umstand kann es Datendieben gelingen, vermeintlich gelöschte Daten wiederherzustellen. Das birgt besonders für unbedarfte Privatanwender ein Risiko, wenn sie ihre Festplatte verkaufen. Während bei HDDs eine vollständige Formatierung ausreicht, müssen bei SSDs sogenannte TRIM-Befehle durchgeführt werden. Um die auf der SSD gespeicherten Daten zuverlässig zu löschen, musst du dich als Laie erst einmal etwas in die Materie einarbeiten.

Datenwiederherstellung

SSDs reagieren etwas empfindlicher gegenüber plötzlichem Spannungsabfall, magnetischen Feldern und elektromagnetischen Aufladungen. Eine SSD ist zwar ziemlich robust, doch sollte sie einmal einen Komplettschaden erleiden, ist die Datenwiederherstellung beinahe unmöglich.

HDDs in Rechenzentren

In den Servern großer Rechenzentren gehören HDDs mit hohen Speicherkapazitäten immer noch zur Norm. Wie bereits erwähnt, kann eine HDD mehr Schreibvorgänge verkraften. Da in großen Netzwerkumgebungen eine Vielzahl von Schreibvorgängen ablaufen, kann diese Eigenschaft von Vorteil sein. In diesem Bereich werden darüber hinaus sehr viele Festplatten betrieben. Da die Anschaffungskosten von HDDs geringer sind, ist dieser Kostenfaktor für ein Unternehmen nicht zu vernachlässigen. Weiterhin ist die einfachere Wiederherstellung von kritischen Daten ein wichtiger Aspekt.

Was sind NAS Festplatten?

NAS steht für Network Attached Storage und bedeutet so viel wie ein in das Netzwerk eingebundener Speicher. Eine solche Festplatte kann in Unternehmen zum Auslagern von Daten, aber auch privat verwendet werden (zum Beispiel als Medienserver). Da eine solche NAS-Festplatte an das Netzwerk angebunden ist, können mehrere Nutzer auf die freigegebenen Daten zugreifen. Die einzelnen Arbeitsplatzrechner benötigen daher weniger große Datenträger, da sie jederzeit deine Daten und Anwendungen vom NAS abrufen können. Auf diese Art kannst du beispielsweise als Hauptlaufwerk eine schnelle SSD nutzen und Daten jederzeit auf den NAS-Speicher auslagern. Ein weiterer Vorteil hierbei: störende Geräusche der mechanischen Festplatten im Büro werden vermieden, da sich der NAS an einem anderen Ort als der Arbeitsplatzrechner befindet.

Welche Schnittstellen und Geschwindigkeit bieten HDDs?

Serial ATA, oder auch S-ATA, ist die Weiterentwicklung des früher genutzten ATA-Standards und stellt den gängigen Schnittstellen-Standard für Festplatten dar. Dieser Anschluss ist für gewöhnlich in jedem PC anzutreffen. Die Umdrehungszahl einer HDD gibt Aufschluss über deren Geschwindigkeit. Es gilt: je höher, desto schneller. Festplatten mit 5.400 Umdrehungen arbeiten eher langsam, wohingegen Modelle mit 7.200 Umdrehungen schon relativ schnell arbeiten. Festplatten mit 10.000 Umdrehungen gehören zu den schnellsten ihrer Art und sind verhältnismäßig teuer. Die Hersteller geben die maximale Datenübertragungsrate ihrer Festplatten darüber hinaus in Megabyte pro Sekunde (MB/s) an.

Formfaktor

Beim Formfaktor der klassischen Festplatte zählen das 3,5″-Format für Desktop-Computer und das 2,5″-Format für Notebooks zum Standard. Die SSDs für den Privatanwender sind meistens im 2,5″-Format erhältlich. Immer öfter findet man auch kleinere Formfaktoren von SSDs, die dann für Notebooks, Netbooks und Mini-Notebooks oder ähnliche Geräte bestimmt sind. Der Vorteil der kleineren Festplatten ist ihr geringerer Stromverbrauch. Dies kann die Akkulaufzeit von mobilen Computern erhöhen.

Warum ist eine SSD oft die bessere Wahl?

Die SSD (Solid-State-Drive) ist eine immer weiter verbreitete Form des Massenspeichers, der die altbekannten, magnetischen Festplatten (HDD) mittelfristig ersetzen wird. Die ersten SSDs kamen 1995 auf und waren damals extrem teuer. Für Privatanwender war die SSD eigentlich nicht vorgesehen und diente nur sehr speziellen Einsatzzwecken im professionellen Bereich. Doch schon seit langem sind SSDs im Mainstream angelangt. Sie besitzen einige Vorzüge gegenüber den herkömmlichen, mechanischen Speicherlaufwerken. SSDs speichern Daten – im Gegensatz zur Festplatte – nicht auf Magnetscheiben, sondern auf elektronischen Halbleiter-Bausteinen (Flash-Chips). Die SSD-Speichertechnik ist in einer etwas abgewandelten Form auch in USB-Sticks, SD-Speicherkarten oder in Smartphones und Tablets wiederzufinden. Auf SSDs spezialisiert haben sich Hersteller wie Samsung, Kingston, OCZ, SanDisk, HyperX, Transcend, Intenso, Crucial und Plextor, Adata, Integral sowie Silicon Power.

Die Vorteile der SSD im Detail

SSD

Schneller

Die wohl größte Stärke der SSD ist ihre hohe Geschwindigkeit. Die Lese- sowie die Schreibgeschwindigkeiten sind um ein Vielfaches höher. Vergleicht man eine Festplatte und SSD miteinander, so ist eine SSD eindeutig schneller. Programme werden wesentlich schneller gestartet und Daten können flotter ausgetauscht werden. Das funktioniert, indem jede Speicherzelle direkt angesprochen wird, während bei einer HDD erst der bestimmte Sektor vom Lesekopf lokalisiert werden muss. Die schnellere Lesegeschwindigkeit macht sich insbesondere beim Laden von großen Datenarchiven oder Bildergalerien bemerkbar. Während eine HDD hier oft etwas Bedenkzeit benötigt, werden die Daten mit einer SSD sofort bereitgestellt.

Kompakter

Auch bei Gewicht und Größe hat die SSD die Nase vorne. Standardmäßig wird sie im 2,5-Zoll-Format ausgeliefert. Inzwischen werden aber mit den M.2 SSDs noch weitaus kleinere Modelle hergestellt.

Leiser

Eine SSD arbeitet im Vergleich zur HDD komplett geräuschlos und gewährleistet so ein ungestörtes Arbeiten. Wenn du den Geräuschpegel in deinem Computersystem möglichst gering halten möchtest, bist du mit einer SSD bestens beraten.

Robuster

Sie hat die kompaktere Bauweise und ist robuster als die HDD, da in ihr keine mechanischen Komponenten verbaut werden. Hierdurch ist sie widerstandsfähiger gegenüber Stößen und Schwingungen.

Cool und stromsparend

Aufgrund des Verzichts auf bewegliche, mechanische Komponenten sind Wärmeentwicklung und Stromverbrauch von SSDs signifikant geringer als bei herkömmlichen Festplatten.

M.2 SSDs – minimale Größe bei maximalem Tempo

SSD

M.2 wird auch als Next Generation Form Factor bezeichnet und stellt einen besonders kompakten Formfaktor für SSDs dar. Diese SSDs im Scheckkarten-Format sind extrem kompakt und lassen sich daher bestens in enge Gehäuse einbauen. Daher eignen sie sich perfekt für den Betrieb in Ultrabooks, Mini-PCs oder Tablets. M.2 SSDs bieten aber noch einen weiteren Vorteil: die Anbindung über bis zu vier PCI-Express-3.0-Lanes bietet wesentlich höhere Geschwindigkeiten als über die langsamere mSATA-Verbindung zur Hauptplatine. Vorreiter dieser Mini-SSDs war Samsung, auch Toshiba, Kingston, OCZ, Corsair oder ADATA bieten unterschiedliche Modelle an.

Schnittstellen und Geschwindigkeit von SSDs

Damit du mit deiner zukünftigen SSD auch die maximale Geschwindigkeit erreichst, muss dein PC über die kompatible Schnittstelle verfügen. Über die SATA-Schnittstelle erreichen SSDs in der Regel Datentransferraten von bis zu 600 MB/s.

NVMe™ – High-Speed für die SSD

Noch schneller geht es hingegen über PCI Express 3 mit Speicherprotokoll NVMe™. Über diese Schnittstelle können SSDs rasante Geschwindigkeiten von rund 3.200 MB/s erreichen. Die herkömmlichen SSDs im 2,5-Zoll-Format sind aufgrund des sehr großen Angebots allerdings wesentlich günstiger und bieten für viele Anwendungen genügend Speed.

Für wen lohnt sich der Kauf einer SSD?

Unterm Strich solltest du die Entscheidung zugunsten einer SSD oder einer HDD individuell abwägen. Möchtest du Speed um jeden Preis? Dann solltest du zur SSD greifen. Auch lohnt es sich, deinen alten Computer mit einer SSD aufzurüsten. Die Geschwindigkeitsschübe sind hier teilweise erstaunlich und können einem älteren PC durchaus wieder neues Leben einhauchen. Wenn du jedoch sehr große Datenarchive pflegst, kommst du womöglich vorerst nicht an einer altbewährten Festplatte vorbei. Diese bietet im Endeffekt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und die Kosten bleiben überschaubar.

Wer sind bekannte Anbieter von SSDs?

Kingston und HyperX

Der Speicherspezialist Kingston bietet ein breites Portfolio an qualitativ hochwertigen SSDs an. Die Modelle werden sowohl unter dem Namen Kingston als auch unter der Eigenmarke HyperX vertrieben. Das Angebotsspektrum von Kingston ist breit gefächert – von der günstigen Desktop-SSD für Privatkunden bis hin zum extrem leistungsfähigen Modell für Unternehmen. Die HyperX SSDs haben teilweise ein unverkennbares Design und eignen sich auch bestens für Zocker.

Samsung

Im Segment der SSDs hat Samsung zuletzt vor allem durch seine winzig kleinen NVMe™ M.2 3D-V-NAND-SSDs auf sich aufmerksam gemacht. Bekannte und bewährte 2,5-Zoll-Modelle von Samsung sind die SSDs der 850 Evo-Reihe. Bei externen SSDs setzt der koreanische Hersteller mit der Samsung Portable SSD T3 Maßstäbe. Diese sind nur unwesentlich größer als ein USB-Stick, haben Speicherkapazitäten wie eine normale SSD und überzeugen in Sachen Speichergeschwindigkeit.

Toshiba OCZ

OCZ ist ein renommierter Hersteller von RAM- und Flash-Speichern, der 2013 von Toshiba übernommen wurde. OCZ teilt seine SSDs nach folgendem Schema auf: Einstiegslevel (TL), Mainstream (VX), Value (TR) und Experte (RD). So kann OCZ die unterschiedlichen Bedürfnisse der verschiedenen Zielgruppen bestens befriedigen. Der Hersteller vertreibt schon seit längerem erfolgreich M.2 PCIe SSDs.

Crucial

Der Halbleiterhersteller Micron Technology verkauft seine SSDs unter dem Markennamen Crucial. Laut Hersteller durchläuft jede SSD hunderte von Testverfahren. Das Resultat sind langlebige und ausfallsichere Produkte.

SanDisk

SanDisk ist vor allem bekannt für sein vielfältiges Angebot an Flash-Speicherlösungen und gehört in diesem Gebiet zu den weltweit führenden Unternehmen. Auch das Produktsortiment an SSDs wird kontinuierlich erweitert. Die (Einsteiger)-SSDs von SanDisk zeichnen sich durch sehr günstige Preise aus. Der Hersteller bietet weiterhin SSDs für Profis, Gamer, Multimedia-Anwendungen sowie externe Modelle an.

SanDisk - SSD - 500 GB
SanDisk - SSD - 500 GB - M.2 2280
Artikel-Nr.: 100563496
EAN: 0619659215606

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Die richtige Speichergröße wählen

Die Kapazität von Festplatten und SSDs hängt maßgeblich von deinem Nutzerprofil und dem geplanten Einsatz ab. Eine Serverfestplatte benötigt um ein Vielfaches mehr Speicherplatz als ein Speichermedium für den privaten Nutzer. Auf HDDs lassen sich derzeit tendenziell noch mehr Daten speichern als auf SSDs. Bei vielen aktuellen Computersystemen für die private Nutzung sind 2 bis 6 TB bei HDDs und 0,5 bis 2 TB bei SSDs gängige Speichergrößen (Stand 2019). Doch nicht jeder braucht so viel Speicher. Gerade vor dem Hintergrund der derzeitigen Speicherkrise kann es sinnvoll sein, zunächst nur so viel Kapazität zu kaufen, wie du mittelfristig tatsächlich benötigst, und bei Bedarf später aufzurüsten.

Die Speicherkapazität ist vom Nutzerverhalten abhängig

Wenn du deinen PC beispielsweise vorwiegend zum Bearbeiten von Dokumenten und zum Surfen im Internet nutzt, können schon Speicherkapazitäten von 128 Gigabyte ausreichen. Willst du hingegen viele (hochauflösende) Videos, Bilder oder Spiele auf deinem Rechner abspeichern, ist eine derart kleine Speichergröße nicht sonderlich sinnvoll. Beim Kauf einer neuen Festplatte oder SSD kannst du dich grob an der Speicherkapazität deiner alten Festplatte orientieren. Du solltest jedoch beachten, dass die Datenmengen stetig ansteigen. Deshalb ist es bei der Wahl der passenden Speicherkapazität ratsam, einen Puffer nach oben einzuplanen. So ist dein neues Speichermedium auch zukünftigen Anforderungen gewachsen.

HDD und SSD clever kombinieren

Wenn du viel Speicherplatz brauchst und trotzdem nicht auf die Vorteile einer SSD verzichten möchtest, kann ein paralleler Betrieb von HDD und SSD eine sehr sinnvolle Lösung sein. Eine SSD dient dabei als Systemlaufwerk für Betriebssystem und Programme, die HDD als Massenspeicher für große Datenmengen. So profitierst du von der hohen Geschwindigkeit der SSD und hast mit der HDD gleichzeitig Zugriff auf deine umfangreichen Archive. Eine noch elegantere Lösung kann der Einsatz moderner SSHD-Hybrid-Festplatten sein.

SSHD – Symbiose aus Festplatte und SSD

Die SSHD (Solid-State-Hybrid-Drive) versucht, das Beste aus den Welten der Festplatte und der SSD zu vereinen. Preislich liegt sie meist zwischen klassischer HDD und reiner SSD. Wenn du auf der Suche nach mehr Geschwindigkeit bist, aber trotzdem viel Speicherplatz brauchst, kann eine Hybrid-Festplatte eine interessante Alternative sein. Du profitierst von vielen Vorteilen beider Technologien, musst aber auch deren jeweiligen Schwächen in Kauf nehmen: Im Vergleich zur SSD ist eine SSHD langsamer, etwas schwerer, lauter, weniger robust und verbraucht mehr Strom. Sie eignet sich vor allem dann, wenn du gegenüber einer HDD spürbar mehr Tempo möchtest, aber auf den großen Speicherplatz nicht verzichten kannst.

Mobile Festplatten und SSDs

Externe Festplatten und externe SSDs haben den großen Vorteil, dass du sie problemlos mitnehmen und von außen sichtbar an deinen Rechner anschließen kannst. Man kann sie in gewisser Weise mit USB-Sticks vergleichen. Sie bieten eine ähnliche Leistung wie interne Festplatten und eignen sich ideal für Sicherungskopien wichtiger Daten. Auch als Auslagerungsort für Inhalte, die du nur selten brauchst, sind externe Laufwerke sehr gut geeignet.

Ideal zur Datensicherung

Urlaubsfotos oder archivierungsbedürftige Dokumente sind ideal für externe Festplatten und SSDs. Diese Speichermedien haben oftmals die Größe eines Portemonnaies und lassen sich daher sehr bequem transportieren. Als Schnittstelle kommt bei externen Speichermedien am häufigsten USB zum Einsatz. Für möglichst hohe Übertragungsgeschwindigkeiten empfiehlt sich USB 3.1 oder aktueller. Alternativ findest du auch FireWire oder Thunderbolt, was vor allem bei Apple-Produkten und in der professionellen Videobranche verbreitet ist. Manche externen Speichermedien nutzen zusätzlich ein eigenes Netzteil, damit die Schnittstelle entlastet wird und sich vollständig auf den Datentransfer konzentrieren kann.

USB-Schnittstelle berücksichtigen

Wichtig ist, dass SSDs nur so schnell arbeiten können, wie es die jeweilige Schnittstelle erlaubt. Über langsame USB-Standards kann eine SSD also ausgebremst werden, auch wenn sie eigentlich deutlich höhere Transferraten schaffen würde. Für externe Festplatten und SSDs sind außerdem Gummifüße oder Noppen ein praktisches Detail: Sie sorgen für einen sicheren Stand und verhindern den direkten Kontakt mit der Oberfläche. Manche externen Speicher werden mit spezieller Software ausgeliefert und eignen sich dadurch nicht nur als reiner Datenspeicher, sondern können beispielsweise auch direkt Musik wiedergeben – sofern die Verbindung das unterstützt. Es gibt außerdem Festplatten mit integriertem Kartenleser, die Inhalte von Speicherkarten automatisch sichern können.

Beim Kauf auf die Schnittstelle achten

Interne und externe Festplatten sowie SSDs unterscheiden sich vor allem in ihrer Schnittstelle, also in der Art, wie sie mit deinem Computersystem verbunden werden. Interne Festplatten und SSDs werden direkt im Gehäuse eines Desktop-Computers oder eines anderen Systems verbaut und sind für dich als Nutzer im laufenden Betrieb im Grunde unsichtbar. Bevor du dir ein internes Laufwerk zulegst, solltest du unbedingt prüfen, welche Schnittstellen dein System unterstützt. Interne Speichermedien können etwa über IDE, S-ATA, P-ATA, mSATA, PCIe, SCSI oder SAS angebunden werden.

Hast du ein Laufwerk mit der passenden Schnittstelle gefunden, musst du dafür sorgen, dass es sicher im System befestigt wird. Das gilt vor allem für klassische Festplatten, die bei starken Erschütterungen empfindlich auf Fehler reagieren können. Für diesen Zweck gibt es meist passende Befestigungskits, die entweder direkt beiliegen oder separat angeboten werden.

Datenmigration

Beim Kauf einer neuen Festplatte oder SSD solltest du auch an die Datenmigration denken. Wenn du deine bestehenden Daten übernehmen und direkt auf dem neuen Laufwerk weiterverwenden möchtest, brauchst du in der Regel eine spezielle Software zum Klonen oder Migrieren. Viele Hersteller legen ihren Produkten entsprechende Tools auf CD oder als Download bei – das ist aber nicht immer der Fall. Auch Adapter, Kabel und weitere Zubehörteile sind häufig nur in speziellen Kits enthalten.

Zusammenfassung

Egal, ob du dich für eine SSD oder HDD entscheidest – am Ende gibt es ein paar Faktoren, die für beide Massenspeicher gleichermaßen wichtig sind. Preis-Leistung, Anschlussmöglichkeiten, Speicherkapazität, Geschwindigkeit und Einsatzzweck sind die zentralen Punkte, an denen du deine Kaufentscheidung ausrichten solltest.

Stetig sinkende Preise machen SSDs noch attraktiver

SSDs besitzen klare Vorteile gegenüber klassischen Festplatten, und da die Preise langfristig tendenziell sinken, ist ein Umstieg meist eine lohnende Investition. Kurzfristig können Ereignisse wie die aktuelle Speicherkrise die Preise allerdings deutlich nach oben treiben – ein genauer Preisvergleich und der richtige Kaufzeitpunkt zahlen sich daher besonders aus. Insbesondere die schnellen NVMe™ SSDs bieten reichlich Leistung für aktuelle und zukünftige Anwendungen.

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