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Was ist ein Barebone? – Das flexible Grundgerüst für individuelle PCs

Ein Barebone (deutsch: „blanker Knochen“) ist ein vorkonfiguriertes PC-System, das nur die nötigsten Komponenten enthält. Typischerweise besteht ein Barebone aus:

  • Gehäuse
  • Mainboard
  • Netzteil (bei Mini-Barebones oft extern)
  • Prozessorkühler (modellabhängig)

Je nach Modell können auch zusätzliche Komponenten wie WLAN-Module, Bluetooth-Schnittstellen oder integrierte Grafik- und Soundchips vorhanden sein. Im Gegensatz zu einem vollständig aufgebauten PC fehlen bei Barebones jedoch essenzielle Bauteile wie:

Dadurch bietet der Barebone die perfekte Balance zwischen Fertig-PC und Selbstbau-System. Nutzer erhalten ein solides Fundament, um den PC gezielt nach ihren Anforderungen zu vervollständigen – egal ob für Office, Multimedia, Gaming oder Serveranwendungen.

Vorteile eines Barebone-PCs: Flexibilität & Effizienz

Barebones, manchmal auch X-PCs genannt, erfreuen sich sowohl bei Privatanwendern als auch im professionellen Bereich immer größerer Beliebtheit. Die wichtigsten Vorteile im Überblick:

  • Einfache Konfiguration: Durch das bereits vormontierte Mainboard und Gehäuse entfällt der aufwendige Zusammenbau eines kompletten PCs.
  • Zeitersparnis: Händler können Build-to-Order-Systeme schneller ausliefern, da die Grundstruktur des PCs bereits vorgegeben ist.
  • Hohe Flexibilität: Nutzer können gezielt Hardware-Komponenten auswählen, die zu ihrem Einsatzzweck passen (z.B. Gaming, Office, Multimedia).
  • Platzsparendes Design: Barebones sind meist kompakt und dadurch ideal für Arbeitsplätze mit wenig Raum oder Wohnzimmer-Setups.
  • Gute Aufrüstbarkeit: Viele Barebones bieten Erweiterungsslots für zusätzliche Schnittstellen oder leistungsstärkere Hardware.
  • Kosteneffizienz: Für Budget-orientierte Nutzer lässt sich gezielt in die wichtigsten Komponenten investieren, ohne unnötige Features eines Komplettsystems mitzukaufen.

Worauf sollte man beim Kauf eines Barebones achten?

Bevor man sich für einen Barebone-PC entscheidet, sollten einige Punkte genau geprüft werden, um spätere Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden:

  1. Einsatzzweck definieren: Soll der Barebone als Gaming-PC, Office-PC oder Media-Center genutzt werden?
  2. Kompatibilität der Hardware: Unterstützt das Mainboard den gewünschten Prozessor (Sockel, TDP)? Gibt es ausreichend RAM-Slots? Sind M.2 oder PCIe-Schnittstellen vorhanden?
  3. Netzteil-Leistung beachten: Besonders bei kompakten Barebones mit internen Netzteilen ist die maximale Leistungsaufnahme limitiert.
  4. Anschlüsse & Erweiterbarkeit: Welche Ports sind vorhanden (USB, HDMI, DisplayPort)? Können zusätzliche Schnittstellen über Steckkarten ergänzt werden?
  5. Kühlkonzept & Lautstärke: Ist das Kühlsystem für leise Umgebungen geeignet? Wird ein zusätzlicher CPU-Kühler benötigt?
  6. Bauweise & Platzverhältnisse: Bei kompakten Barebones müssen die Reihenfolge und der Platzbedarf beim Einbau von Komponenten exakt beachtet werden.

Ein gut gewählter Barebone bietet somit eine solide, zukunftssichere Basis für einen individuellen PC-Aufbau – ohne den Aufwand eines kompletten Selbstbaus, aber mit mehr Freiheiten als bei einem fertigen Komplettsystem.